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Besuch vom Sunnahof

06.07.2017

Unterzeichnet wurde das Projekt bereits im März, jetzt gab es eine erste Begegnung im großen Stil bei den Allgäuer Werkstätten. Unser Foto zeigt die geschäftsführenden Vertreter beider Einrichtungen zusammen mit Beschäftigten mit und ohne Handicap aus Vorarlberg. Dabei haben sich alle um die kleine Linde positioniert, die schon symbolisch für das gemeinsame Projekt gepflanzt wurde.

Foto: moriprint

 

Kempten / Vorarlberg (mori). "Inklusion kennt keine Grenzen" - unter diesem Slogan hat sich seit kurzem zwischen Mitarbeitern der Allgäuer Werkstätten und des Sunnahofes in Vorarlberg eine Kooperation entwickelt. Höhepunkt war jetzt ein Besuch von rund 100 Beschäftigten in den Allgäuer Werkstätten in Kempten. Bei dem Austausch handelt es sich um ein Kleinprojekt im Rahmen des EU-Förderprogramms Interreg Österreich-Bayern 2014-2020 aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). "Unser Ziel ist ein Austausch auf allen Ebenen - zwischen Mitarbeitern und Personal", informierte dazu Geschäftsführer Michael Hauke.

Der Sunnahof in Vorarlberg ist ein Biohof der Lebenshilfe Vorarlberg. In Göfis und St. Arbogast werden in verschiedensten Bereichen sinnvolle Arbeits- und Ausbildungsplätze geboten. Über 200 jungen Menschen mit Benachteiligungen wird die Möglichkeit einer wertvollen Berufsausbildung (Anlehre, Teilqualifikation, Lehre) gegeben. Geschäftsführer des Sunnahofes ist Thomas Lampert. Er war bei der ersten Begegnung in Kempten mit einem Teil seiner "Mannschaft" ebenso dabei wie die übrigen Teilnehmer des Leitungsgremiums.

Das sogenannte EFRE-Kleinprojekt, das ein Gesamtvolumen von 25.000 Euro hat, wird zu 75% aus Mitteln der EU gefördert. Damit sollen die Begegnungen zwischen den Menschen mit und ohne Handicap zwischen dem Allgäu und Vorarlberg finanziert werden. "Es handelt sich in unserem Fall vor Allem um Fahrtkosten", erläuterte dazu Ilona Bickel, zuständig für Projektassistenz/Marketing bei den Allgäuer Werkstätten.

Die Beschäftigten mit Handicap in den Kemptener Einrichtungen Zeppelinstraße und Steufzgen gaben bereitwillig Einblick in ihre Arbeiten und Arbeitsweisen. Das Fazit zu dem ersten Besuch: "Die persönliche Begegnung ist zum Kennenlernen einfach unerlässlich", stellte AW-Geschäftsführer Michael Hauke fest. Im Herbst werden die Kemptener AW-ler zu einem Gegenbesuch nach Vorarlberg starten.

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