Berufsbildung

Berufsbildungsbereich

Personenkreis

Die WfbM steht allen Menschen mit Behinderung im Sinne des § 136 Abs. 1 SGB IX unabhängig von Art oder Schwere der Behinderung offen, sofern erwartet werden kann, dass sie spätestens nach Teilnahme an Maßnahmen im BBB wenigstens ein Mindestmaß wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung erbringen werden.
Die Arten der Behinderungen umfassen geistige, körperliche, seelische und mehrfache Beeinträchtigungen.

Individuelle Eingliederungsplanung und Aufgaben des Berufsbildungsbegleiters

Erstellt wird der Eingliederungsplan in der Bildungskonferenz unter Einbeziehung des Teilnehmers und seines persönlichen Betreuungsumfeldes. Zuständig hierfür ist die verantwortliche Gruppenleitung des Berufsbildungsbereiches als Berufsbildungsbegleiter. Unterstützt wirdder Berufsbildungsbegleiter vom Sozialpädagogischen Fachdienst. Der Berufsbildungsbegleiter koordiniert die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, erstellt den Eingliederungsplan und begleitet die Umsetzung des Eingliederungsplanes.
 
Wesentliche Inhalte und Methoden bei der Erstellung des Eingliederungsplanes:
  • Diagnose durch Melba und ICF- Verfahren
  • Kompetenzanalyse
  • Persönliche berufliche Situation des Teilnehmers
  • Individuelle teilnehmeradäquate Information des Teilnehmers
  • Beobachtung und Bewertung der individuellen Eignungen und Fähigkeiten
  • Abfrage der Interessen des Teilnehmers
  • Beobachtete und begründete Eingliederungsgrob- und feinziele
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Praxisnahe Erfahrungen in Praktikas und Betriebspraktikas
  • Feststellungen der Zielerreichungsquote
Der erste Eingliederungsplan wird am Ende des Eingangsverfahrens erstellt und jeweils zu Beginn des ersten und zweiten Jahres des Berufsbildungsbereichs an den individuellen Unterstützungs- und Entwicklungsbedarf angepasst.

Berufliche Bildung

der Allgäuer Werkstätten GmbH


Wenn Sie in der Werkstatt arbeiten
möchten, überlegen wir mit ihnen
gemeinsam den Weg.

Erst gibt es ein Gespräch mit ihnen.
Sie können überlegen.
Und wir überlegen, ob Sie in der Werkstatt arbeiten können.



__________________________________________________________
Für ihr Anliegen gibt es eine Gruppe
von Leuten.
Diese Gruppe heißt: Fach-Ausschuss.
Diese Gruppe bestimmt,
wer in der Werkstatt arbeiten darf.


_______________________________________________________________
Ihr Platz in der  Werkstatt kostet Geld.
Das Geld bezahlt der Bezirk Schwaben
oder die Rentenversicherung oder ein anderer Geld-Geber.
Das Amt muss schreiben, dass es
das Geld bezahlt.
Erst dann können Sie in der Werkstatt arbeiten.
________________________________________________________________
Wenn alles gut ist,
machen wir einen Vertrag.
Dieser Vertrag heißt: Bildungs-Vertrag.
Im Berufsbildungs-Bereich lernen Sie eine Arbeit.


_________________________________________________________________

Eingangs-verfahren

 


Die erste Zeit heißt:
Eingangs-Verfahren.
Das Eingangs-Verfahren dauert 3 Monate.

In dieser Zeit machen wir einen Test
Der Test sagt uns, was Sie gut können
und wobei Sie noch Hilfe brauchen
oder was Sie noch lernen können.
Bei diesem Test kann keiner durchfallen.
__________________________________________________________________

Zusammen schreiben wir einen
Eingliederungs-Plan.
In diesem Plan steht zum Beispiel
was Sie bei uns lernen können
und welche Hilfe Sie dazu brauchen.
__________________________________________________________________
Für diesen Plan fragen wir Sie
Was Sie gerne machen und was Sie gut können.
Was Sie lernen möchten steht in ihrem
Eingliederungs-Plan.
___________________________________________________________________

Berufsbildungs-Bereich


Nach diesen 3 Monaten heißt
die Zeit in der Werkstatt
Berufsbildungs-Bereich.
Dort lernen Sie,was in ihrem
Eingliederungs-Plan steht.
________________________________________________________________

Am Anfang lernen Sie die
Allgäuer Werkstätten kennen.
und welche Arbeiten man hier
machen kann.
________________________________________________________________

Beispiele

Sie lernen zum Beispiel:


  • Wie man in der Schreinerei an einer Kreissäge arbeitet.
  • Wie man im Lager den Hubwagen sicher fährt.
  • Wie man in der Metallgruppe eine Maschine bedient.
  • Wie man in der Wäscherei an der Mangel arbeitet.
  • Wie man mit Wergzeug richtig arbeitet.
  • Wie man mit einem Computer arbeitet.
  • Wie man Lieferscheine schreiben kann.
  • Wie man mit Lebensmittel arbeitet.
  • Wie man mit Kolegen gut zusammen arbeitet kann.
  • Wie man sicher arbeiten kann.

Praktikum


In den Arbeits-Bereichen können Sie ein Praktikum machen.
Davor lernen sie alles, was Sie für das Praktikum brauchen.
___________________________________________________________________________

Im Praktikum können Sie eine Arbeit
ausprobieren, die Sie gelernt haben.
Sie können ausprobieren, ob Sie in dieser Gruppe gut arbeiten können.
______________________________________________________________________________

Sie können auch ein Praktikum in einer anderen Firma machen.
________________________________________________________________________________

Im Berufsbildungs-Bereich helfen wir ihnen so, wie Sie es benötigen.
Wie beantworten ihre Fragen.
wir helfen ihnen, die Arbeit zu schaffen.
________________________________________________________________________________

Nach 2 Jahren bekommen Sie eine Bescheinigung.

Auf der Bescheinigung steht,
was Sie im Berufsbildungs-Bereich gelernt haben.
________________________________________________________________________________

Viel Erfolg im Beruf!