Erfolge beim 23. Bundeskunstpreis

28.09.2022

Kempten/Radolfzell (mori). Bei der Verleihung des 23. Bundeskunstpreises für Menschen mit Behinderung hat Förderstättenmitarbeiterin Johanna Schmelzer mit ihrem filigranen Buntstift-Bild „von oben“ einen verdienten 13. Platz gemacht. Das Bild von Marianne Tschugg „Allgäuer Perlenberge“ kam unter die 100 ausgewählten Werke. Bei der Verleihung in Radolfzell wurden beide Künstlerinnen der Allgäuer Werkstätten begeistert von ihrem Begleitteam gefeiert. Insgesamt wurden 179 Kunstwerke eingereicht. Die Preisverleihung fand im „Milchwerk“ in Radolfzell statt. 100 Werke sind jetzt in der Villa Bosch ausgestellt. Die ersten 15 Preisträger erhielten ein Geldgeschenk. Der Bundeskunstpreis für Menschen mit Behinderung wird seit 1978 im zweijährigen Rhythmus ausgelobt.

Isolde Hafenmayr, Robert Walter, Gabi Menzinger, Jurij Weiß sowie Franziska Kling und Jasmin Kunst begleiteten die beiden Künstlerinnen Johanna Schmelzer und Marianne Tschugg zu diesem besonderen Event nach Radolfzell. Marianne Tschugg zeigte sich sehr stolz auf ihr Kunstwerk und zog auch die Aufmerksamkeit von Herrn Oberbürgermeister Simon Gröger auf sich. Dieser ließ sich gerne mit ihr vor ihrem Perlenbild fotografieren. Der meinte in seiner Ansprache an die teilnehmenden Künstler mit Behinderung:

„Der Bundeskunstpreis für Menschen mit Behinderung ist ein Aushängeschild für die Inklusion und ein gesellschaftliches Ausrufezeichen. Er verdeutlicht, dass in der Kunst jeder Mensch gleich ist. Darüber hinaus verwandelt sich die Villa Bosch durch die Ausstellung einmal mehr zu einem Leuchtturm in der Kunstszene, von dem wertvolle Impulse ausgehen.“ Sein Dank galt allen Künstlerinnen und Künstlern, die „uns einen Einblick in ihre Kreativität geben“.

Der Bundeskunstpreis biete eine renommierte Plattform für die Werke - und den Besuchern einen einmaligen Kunstgenuss. „Inklusion bedeutet, gemeinsam verschieden zu sein“, betonte Oswald Ammon, Behinderten-beauftragter für den Landkreis Konstanz. Und Schirmherrin Dr. Lina Seitzl, SPD-Bundestagsabgeordnete, ergänzte: „Menschen mit Behinderung bereichern unsere Gesellschaft.“

Den 1. Preis (1000 €) erhielt die 92-jährige Wilma Keulertz aus Köln für ihr Gemälde „Weihnachtsschrecken“. Platz 2 (750 €) ging an Milena Kirtschig aus Tübingen. 500 € gab es für Marc Türksch für den 3. Platz. Alle weiteren Preise bis Platz 15 erhielten je 350 €.Die Ausstellung bleibt bis zum 13. November in der Villa Bosch. Die Öffnungszeiten sind Mittwoch – Sonntag von 14:00 – 17:30 Uhr.

 

Johanna Schmelzer (Mitte) erhält für ihr Buntstift-Bild „von oben“ die Urkunde für den 13. Platz.

Johanna Schmelzer (Mitte) erhält für ihr Buntstift-Bild „von oben“ die Urkunde für den 13. Platz.

 

Nur zu gern ließ sich Marianne Tschugg mit Oberbürgermeister Simon Gröger vor ihrem Perlenbild in der Villa Bosch ablichten.


Nur zu gern ließ sich Marianne Tschugg mit Oberbürgermeister Simon Gröger vor ihrem Perlenbild in der Villa Bosch ablichten.

Fotos: AW

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