Weihnachtstrucker nach Rumänien

10.12.2021

Millimeterarbeit war das Packen des Weihnachtstruckers, der jetzt nach Pastraveni in Rumänien fuhr. Unser Foto zeigt: (rechts) Gerhard Lipp, (links) Siegfried Stadler von den Johannitern.


Kempten/Pastraveni(mori). Mit dem Palettenschieber und der Werkzeugkiste war der Weihnachtstrucker der Johanniter nach gut einer Stunde Ladezeit bei den Allgäuer Werkstätten bis auf den letzten Platz gefüllt – und abfahrbereit nach Pastraveni. Bepackt mit 40 Tonnen Waren starteten Siegfried Stadler, (Regionalverband Nürnberg) und Volker Geßner, ehrenamtlich Helfer bei den Johannitern, nach Pastraveni. Beinahe drei Tage war der Weihnachtstrucker unterwegs bis zum Zielort. Hier lieferten die beiden Männer Stühle, Tische, Spiele, Kleidung und vieles mehr im „Pilot-Zentrum Pastraveni“ ab.

Ähnlich wie in den Allgäuer Werkstätten werden hier Kinder und Erwachsene betreut und gefördert – allerdings ist die Einrichtung dort noch längst nicht auf dem heutigen deutschen Standard und froh um die Unterstützung aus Kempten. „Es hat sich eine richtige Patenschaft entwickelt“, freut sich AW-Geschäftsführer Michael Hauke.
Das Zentrum wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales und der darin angesiedelten „Bayerische Kinderhilfe Rumänien e. V.“ ins Leben gerufen. Schirmherrin und Kuratoriumsleiterin ist Barbara Stamm. Engagiert unterstützt wird sie seit Anfang an von Klaus Meyer, Ehrenvorsitzender der Lebenshilfe Kempten und langjähriger Verwaltungsrat in den Allgäuer Werkstätten. Seit den 90er Jahren gibt es gegenseitige Besuche und die Allgäuer Werkstätten und eine Schule in Würzburg unterstützen die Kollegen in Pastraveni teils auch mit Maschinen und Gerätschaften sowie mit dem Knowhow zur Führung einer Schreinerei. Insgesamt leben in dem Zentrum rund 250 Menschen mit unterschiedlichsten Einschrän-kungen. Das Dorf selbst hat etwa 3800 Einwohner.

Als der Weihnachtstrucker bei den Allgäuer Werkstätten jetzt eintraf, war er schon gut gefüllt – mit vielerlei Spenden, medizinischen Gerätschaften. Gerhard Lipp und Reiner Stemper von den Allgäuer Werkstätten brachten gekonnt mit dem Gabelstapler die Waren der Allgäuer Werkstätten in den Truck. Dabei waren ein gutes Auge und eine gute Fähigkeit zum Stapeln und Packen wichtig. In Windeseile wurden die Paletten verschoben.

Die Allgäuer Zeitung spendete Mitte des Jahres einige Paletten mit Kleidung und Spielen für gemeinnützige Zwecke. In den Lebenshilfen in Kempten und Sonthofen, sowie an die Mitarbeitenden in der Allgäuer Werkstätten GmbH wurden Spiele und Puzzles verteilt. Begeistert waren die Verantwortlichen der Allgäuer Zeitung, dass die gespendete Kleidung und auch Spiele zum Partnerprojekt nach Pastraveni gebracht werden konnten. Der Transport nach Rumänien wurde über die Allgäuer Werkstätten angefragt. Es wurde auch bei den Mitarbeitenden ein Aufruf für Kleiderspenden gestartet, welche sie abgeben konnten. Nicht mehr benötigte Arbeitsstühle und -tische aus den Kemptener Einrichtungen füllten schließlich den 40-Tonner bis auf den letzten Platz. – Und wie die beiden Johanniter Siegfried Stadler und Volker Geßner nach ihrer Rückkehr berichteten, wurde die Ladung des Weihnachtstruckers mit offenen Armen in Pastraveni empfangen.

 

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