Zukunftsstrategie in der Patenschaft mit Bad Dürkheim

09.06.2022

Ein gemeinsames Foto soll auch die gemeinsame Partnerschaft bestärken: (v.l.) AW-Sonderbeauftragter Klaus Meyer; AW-Produktionsleiter Thomas Hopp; LH-Werkstattleiter Paul Friedek; AW-Werkstattleiter Matthias Zimmermann; Lebenshilfe-Geschäftsführer Sven Mayer; AW-Fachbereichsleiter Klaus Ritter, AW-Geschäftsführer Michael Hauke; LH-Bereichsleiter Gärtnerei Michael Lied; LH-Bereichsleiter Schreinerei Herbert Reuthebuch, LH-Assistentin Werkstattleitung Viviane Moog; LH-Bereichsleiter Weinbau Gabriel Huber; LH-Bereichsleiter Küche Thomas Müller; LH-Bereichsleiter Montage, Verpackung Marcel Tränkle; LH-Bereichsleiter Sozialer Dienst Daniel Woll; LH-Qualitätsmanagementbeauftragte Kirsten Pfeifer und LH-Bereichsleiter Metall Steffen Burkhart. Als „Mitbringsel hatten die Bad Dürkheimer Proben aus einem neuen Projektfeld mitgebracht: selbst gebrautes Bier. Das könnte neben dem Weinanbau eventuell ein neues Arbeitsfeld werden. Gerne stellten sich die AW-ler als Testkoster zur Verfügung.

Foto: moriprint

 

Kempten/ Bad Dürkheim (mori). Zwei Jahre Pandemie haben Partnerschaften nicht einfacher gemacht. Das Leitungsteam der Lebenshilfe Bad Dürkheim kam daher nach zwei Jahren Unterbrechung wieder zu einem persönlichen Besuch in die Allgäuer Werkstätten. „Die persönlichen sozialen Kontakte sind unentbehrlich“ stellten beide Seiten fest, sowohl beim geselligen Beisammensein als auch in der Klausursitzung, bei der es um die Zukunftsstrategie der Partnerschaft ging. Entstanden ist diese übrigens aus der Städtepartnerschaft Kempten-Bad Dürkheim heraus. „Der Partnerschaftsbeauftragte von Bad Dürkheim kam vor über zehn Jahren an unseren Stand auf der Allgäuer Festwoche und da wurden die ersten Kontakte geknüpft“, erinnert sich AW-Geschäftsführer Michael Hauke.

In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Besuche und Gegenbesuche gegeben, es wurde gegeneinander Fußball gespielt und Gruppenleiter hatten sich untereinander ausgetauscht, zumal auch die Arbeitsbereiche der beiden Einrichtungen für Menschen mit Behinderung unterschiedliche Arbeitsprojekte haben. „Die Zusammenarbeit war bisher sehr befruchtend – und das möchten wir auch in Zukunft fortsetzen“, waren sich beide Seiten einig.

Mit elf Personen waren die Bad Dürkheimer jetzt nach Kempten gekommen, teils „alte Hasen“, teils neue Mitarbeiter. Und während Werkstattleiter Paul Friedek, Lebenshilfe-Geschäftsführer Sven Mayer gemeinsam mit AW-Geschäftsführer Michael Hauke, Werkstattleiter Matthias Zimmermann und Sonderbeauftragten Klaus Meyer sich intensiv mit der Zusammenarbeit für die Zukunft beschäftigten, besichtigten die übrigen Gäste unter der Leitung von Klaus Ritter und Thomas Hopp die Einrichtungen an der Zeppelinstraße 5 und 10 in Kempten.

Beim gemeinsamen Abschiedstreffen stellten alle fest, dass es genau dieser „Blick über den Tellerrand“ ist, der die Partnerschaft so wertvoll macht. Man war sich einig, dass auch die Bereichsleiter oder Gruppenleiter gegenseitig in die Arbeitsfelder hineinschnuppern sollten. „Auch unsere Werkstatträte und Frauenbeauftragten sollten sich kennenlernen und austauschen.“ Schließlich habe jede Einrichtung für sich ja die Menschen mit Behinderung im Fokus – also sollten sich die Beschäftigten/ Mitarbeiter auch auf dieser Ebene begegnen, meinte Michael Hauke.

Die Lebenshilfe Werkstatt in Bad Dürkheim hat übrigens rund 460 Beschäftigte mit Behinderung, in den Allgäuer Werkstätten sind es ca. 650 Mitarbeiter. Die Dürkheimer haben auch eine Kooperation mit Polen ähnlich der Zusammenarbeit der AW mit Rumänien. Der Termin für einen Gegenbesuch in Bad Dürkheim steht schon fest: Mitte Mai 2023.

 

Zurück