Projekte

Projekt "Von Schatzkisten und deren Abtransport"

Projektcode: EVS 24
Laufzeit:
15. Januar 2018 bis 30. August 2019

Allgemeines zum Projekt:

Dieses Projekt wird gefördert durch das Interreg Österreich-Bayern Programm. Die Projektpartner sind der Sunnahof in Götzis als Österreichischer Partner, die Allgäuer Werkstätten GmbH Kempten und der ZAK Abfallwirtschaftsverband GmbH in Kempten.

Ausgangslage:

Wohlstand und Konsum sind hierzulande zwar ein Zeichen für Lebensqualität, sie bringen aber auch das Horten von Wertstoffen in Kellern und Dachböden mit sich. Diese Wertstoffe lagern oft jahrelang dort, obwohl sie (von anderen für anderes) genutzt werden könnten. Mittels einer Marketingkampagne sollen Menschen animiert werden, diese Dinge zu spenden und einfach in spezielle Kisten zu packen.
Diese Kisten werden dann entweder von den Eigentümern selbst transportiert oder von Menschen abgeholt, die sich dadurch eine neue Arbeitsgrundlage schaffen können. Dazu sollte ein spezieller Fahrradanhänger konstruiert werden, der diese verschieden großen Kisten optimal aufnehmen kann. Somit sollte ein CO2-neutraler Transport gefördert werden. Der Grundsatz für entsorgungspflichtige Wertstoffe vermeiden, verwerten, entsorgen wird damit unter allen Gesichtspunkten des Umweltschutzes bestmöglich berücksichtigt.

Projektziele:

Um diese Schätze (wieder) dem Gebrauchskreislauf zuzuführen sollte eine Kiste aus Bioverbundstoffen entwickelt werden. Damit diese Kiste umweltschonend bzw. klimaneutral zu den Wertstoffhöfen gebracht werden kann, sollte ein Fahrradanhänger entwickelt werden, der ebenfalls aus möglichst vielen Bioverbundstoffen hergestellt wird und sich aus diesen Kisten zusammensetzt. Geplant war, den Anhänger und seine Kisten, möglichst günstig am Markt anzubieten. Gebaut werden sollten die Kisten samt Anhänger durch Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Das Projektziel war, dass eine exakte Bauanleitung vorliegt. Die zum Bau benötigen Vorarbeiten sollten umsetzungsfähig und beschreibend im Projekt erarbeitet werden. Um möglichst viele Ideen zum geplanten Projekt zu bekommen, wurde über eine Open Innovation Plattform ein weltweiter Ideenwettbewerb ausgeschrieben. Im Zusammenschluss der Projektpartner dem Sunnahof, den Allgäuer Werkstätten und der ZAK Abfallwirtschaft GmbH, wurden dann mit einer fachkompetenten Jury über die Ergebnisse aus dem Ideenwettbewerb abgestimmt. Im Verlauf des Projektes und nach genauer Materialrecherche konnte festgestellt werden, dass die konkrete Umsetzung zum Bau eines Transportwagens und die dafür möglichen Bioverbundstoffe nicht verfügbar sind. Materialaufwand und Umsetzung sind wirtschaftlich nicht tragbar und hätten die marktüblichen Kosten für einen Transportanhänger um ein Vielfaches überstiegen. Somit wäre der Transportanhänger nicht wettbewerbsfähig und für unsere Bürgerinnen und Bürger nicht erschwinglich gewesen. Dennoch konnten wir einen grenzüberschreitenden Mehrwert durch unsere Erfahrungen, den Austausch und die Zustimmung aller Partner zur weiteren Netzwerkarbeit feststellen.

 

 

 

 

Projekt "Inklusion kennt keine Grenzen"

Projektcode: EVS 16
Laufzeit:
1. Juni 2017 bis 30. September 2019

Allgemeines zum Projekt:

Beim Projekt „Inklusion kennt keine Grenzen“ handelt es sich um ein Kleinprojekt im Rahmen des Programms INTERREG V-A Österreich Bayern 2014-2020. Ziel des Projekts ist ein Austausch zwischen Mitarbeitern mit Behinderung der Allgäuer Werkstätten und des Sunnahof (ein Biobauernhof in Vorarlberg). Dadurch wird einigen Mitarbeitern ermöglicht, eine andere Werkstätte für Menschen mit Handicap kennen zu lernen und neue Erfahrungen in anderen Arbeitsbereichen wie zum Beispiel der Biolandwirtschaft, Gärtnerei, Tischlerei oder Hofgastronomie zu sammeln.

Ausgangslage:

Im Rahmen einer Exkursion einiger Mitarbeiter der Allgäuer Werkstätten zum Sunnahof im August 2016 entstand die Idee eines Austausches. Der Ansatz des „Sunnahof“ mit dem ersten Ziel, die Menschen mit Behinderung auf einen Arbeitsplatz in der freien Wirtschaft zu befähigen, beeindruckte. Gerade die naturnahen Arbeitsplätze mit Biolandwirtschaft, Gärtnerei, Tischlerei, Hofgastronomie und Hofladen, stellen einen gewissen Kontrast zum Arbeitsangebot der Allgäuer Werkstätten dar. Naturnahe Arbeitsangebote gibt es bis dato bei den Allgäuer Werkstätten noch keine. Die jeweilige Zugehörigkeiten zu den Lebenshilfen Vorarlberg bzw. Kempten, bilden eine gute Basis für eine Zusammenarbeit.

Projektziele:

  • Neue Erfahrungen für Personal und Mitarbeiter in anderen Arbeitsbereichen lockern den Arbeitsalltag auf.
  • Erfahrungsaustausch zum Thema Inklusion auf den ersten Arbeitsmarkt.
  • Hofladen – Werkshop – Austausch über Vertriebswege der Eigenprodukte.
  • Ideen für künftige gemeinsame Projekte sammeln.

Grenzüberschreitender Mehrwert:
Durch unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen für die Arbeit für Menschen mit Behinderungen in Deutschland und in Österreich, gestaltet sich die Herangehensweise an das Thema „Arbeit für Menschen mit Behinderungen“ unterschiedlich. Durch die Anpassung des Bundesteilhabegesetztes in Deutschland gibt es nach und nach Änderungen für Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Deutschland. Es ist notwendig, die bestehenden Ansätze zu überdenken und ggf. neue Wege zu gehen. Hier kann das Projekt einen Teil dazu beitragen.
Künftige grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Projektträger:
Durch den Austausch auf verschiedenen Ebenen wurde der Grundstein für die dauerhafte Zusammenarbeit gelegt. Es fanden im Vorfeld zur Planung des Austausches und im Nachgang regelmäßige Treffen der Projektpartner statt.
Ziel der Treffen war es, im Abschluss ein großes gemeinsames Projekt zu planen. Wie sich nach Abschluss des Projekts am 30. September 2019 die weitere Zusammenarbeit gestaltet, ist derzeit noch offen. Es gibt auf beiden Seiten einige Ideen.

Ilona Bickel
Projektassistenz Marketing
Allgäuer Werkstätten GmbH