Abschied von Prokurist und Werkstattleiter Roland Lowinger



Sonthofen (mori). "Ich bin ein Fan der Allgäuer Werkstätten", outete sich Roland Lowinger jetzt bei seiner eigenen Verabschiedung in der Werkstatt Sonthofen der Allgäuer Werkstätten (AW) GmbH. Für die Festgäste, Nachbarn und vor allem auch für die Mitarbeiter mit und ohne Handicap war das keine Überraschung. Schließlich hat Lowinger als Werkstattleiter 20 Jahre der Werkstatt im südlichen Landkreis geleitet - zunächst in Vorderhindelang und dann mit dem Neubau in Sonthofen. Geschäfts-führer Michael Hauke meinte in seiner Laudatio über Lowinger: "Sie waren stets offen, direkt und 100prozentig zuverlässig - mit "harter Schale und weichem Kern". Zum 31.12.2013 geht der Sonthofener Werkstattleiter und Prokurist der Allgäuer Werkstätten GmbH jetzt in den Ruhestand.


Roland Lowinger gemeinsam mit seiner Nachfolgerin Frau Barbara Grözinger.

Insgesamt war Roland Lowinger 29 Jahre bei den AW. Aus der freien Wirtschaft kommend, begann der gebürtige Konstanzer seine Laufbahn als Gruppenleiter einer Montage und als stellvertretender Leiter im Metallbereich. In den darauffolgenden Jahren wurde er zum Abteilungsleiter für alle Montagen befördert. Unter seiner Führung, so berichteten Geschäftsführer Michael Hauke und Verwaltungsrat Joachim Wawersich, Vorsitzender der Lebenshilfe südlicher Landkreis Oberallgäu, Sonthofen, wurde vor sieben Jahren der Neubau der Werkstatt in Sonthofen vorangetrieben und erfolgreich durchgezogen. Seit Januar 2007 ist Lowinger zudem einer der beiden Prokuristen der Allgäuer Werkstätten GmbH.

Als einzigartiges Beispiel für Inklusion nannte Wawersich die gelebte Zusammenarbeit mit dem Landfrauenbund in Bad Hindelang sowie die Aufführungen der Theaterstücke wie "Dschungel-welt" oder "Löwenkönig" im Haus Hochland in Sonthofen. Eingeleitet hat Lowinger auch die Patenschaft zu Bad Dürkheim. Eine Abordnung der dortigen Einrichtung war erst jüngst zu Besuch im Allgäu.

Wawersich betonte: "Sie haben immer hinter den Menschen gestanden. Die Mitarbeiter konnten sich auf Sie verlassen!" Auch die Kollegen aus der AW-Leitungsrunde bescheinigten Lowinger viel Engagement, Impulsivität, Kreativität, Temperament und Humor. Mit einem Augenzwinkern zeigten die Mitarbeiter ihrem Chef musikalisch so manche seiner Eigenheiten auf. Die Trommlergruppe der Lebenshilfe südlicher Landkreis Oberallgäu - bestehend aus Beschäftigten mit und ohne Handicap - brachte viel Temperament in die Abschiedsfeier. Musikalisch umrahmte auch Joachim Busch die Feier und traf mit dem Lied "I did it my way" den Kern von Lowingers Engagement und Arbeit!

"Das Team war sich immer einig, wenn´s drauf ankam", gab Lowinger in seiner Dankesrede das Lob zurück. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung hätten ihn stets unterstützt. Mit ein wenig Wehmut bedauerte er, dass der nun ergänzende Neubau, der die Förderstätte und S-Werkstatt beinhaltet, bis zu seinem Ausscheiden am 31.12.2013 nur zu 80 Prozent fertig geworden ist. "25 Jahre haben wir dafür gekämpft, dass die schwerstbehinderten Menschen eine Heimstatt in der Nähe ihres Zuhauses bekommen. Jetzt ist es bald soweit." Lowinger wertschätzte die Allgäuer Werkstätten als kompetenten und sicheren Arbeitgeber. Jetzt freut er sich auf neue Aufgaben und mehr Zeit für die Familie.



Betriebsjubiläum

(mori) Als wahre Zeitzeugen bezeichnete Geschäftsführer Michael Hauke die beiden 35jährigen Jubilarinnen Monika Enderlein uns Christine Hörburger. Immerhin haben die beiden beschäftigten Frauen mit einer geistigen Behinderung die 38jährige Geschichte der Allgäuer Werkstätten beinahe von Anfang an erlebt.
Bei der feierlichen Ehrung der heuer insgesamt 21 Jubilare wertschätzten Hauke sowie Verwaltungsratsvorsitzender Klaus Meyer die lange Zugehörigkeit zur Werkstatt. Insgesamt brachten es 21 Mitarbeiter mit Behinderung auf stolze 480 Jahre.

v. l.: Geschäftsführer Michael Hauke, Werkstattleiter Karl-Heinz Häfele, Rose-Marie Hauber, Monika Enderlein, (hinten), Peter Christ, Christine Hörburger, Josef Kilian (vorn), Verwaltungsrat Herbert Hames (hinten), Andreas Homaner, Christine Getta, Melanie Meyer und Vater Klaus Meyer.

“Mit der Trennung der Weihnachts- und Jubilarfeier haben beide Feste an Beachtung gewonnen”, meinte Karl-Heinz Häfele, Werkstattleiter in der Werkstatt Zeppelinstraße. Zudem sind nun auch Angehörige und Betreuer zu der Jubilarehrung eingeladen.
Mit einem geselligen Beisammensein, Musik von der hauseigenen Veenharfen-Gruppe ist die Ehrung in den Mittelpunkt gerückt. Und da kullerten denn auch bei der einen Mitarbeiterin sogar Freudentränen, während ein anderer seine 10jährige Ehrung mit einem “Hurra” kommentierte. Alle gemeinsam bekamen von den Anwesenden stets Anerkennung durch entsprechenden Beifall.



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